Positive Affirmationen

und warum sich nicht immer funktionieren.

Fast jeder Mensch wird wahrscheinlich im Laufe seines Lebens mindestens einmal mit der Kraft von positiven Affirmationen konfrontiert und, laut diversen Ratgebern, der vielversprechenden Wirkung.

„Ich habe ganz viel Geld!"

Wer wünscht sich das nicht? Man denkt nur ganz angestrengt und intensiv an diesen Satz und schon füllen sich die Taschen mit ganz viel Geld.

Aber was ist schiefgelaufen, wenn der erhoffte Geldsegen ausbleibt? Hat man den Satz nicht oft genug wiederholt oder muss man fester daran glauben?


Diesen Fragen werden wir später auf den Grund gehen. Beginnen wir am Anfang und klären, was überhaupt positive Affirmationen sind.


Positive Affirmationen


Der Begriff "Affirmation" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Bestätigung".

Somit ist eine positive Affirmation eine positive Bestätigung.


Wie funktioniert diese positive Bestätigung?


Im Grunde genommen, ist die Funktion einfach erklärt. Bewusst positiv formulierte Sätze sollen das Unterbewusstsein eines Menschen umprogrammieren (in Form von positiver Bestätigung) und so negative Gedankenmuster auflösen bzw. umwandeln.

Hierfür wiederholt man über einen längeren Zeitraum diese Sätze mehrmals täglich und schaut, ob sich etwas verändert.


Beispiele für positive Sätze:


„Ich bin selbstbewusst."

„Ich bin liebenswert."

„Ich bin erfolgreich."

„Ich bin glücklich."


Die Liste dieser Sätze kann man beliebig weiterführen und wahrscheinlich fällt jedem direkt ein Bereich ein, in dem er etwas verändern möchte.

Aber wie sieht es nun mit der Wirkung aus?


Funktionieren positive Affirmationen?


Hier spreche ich nun aus meiner Erfahrung und aus meinen Beobachtungen heraus.

Meiner Erfahrung nach, hat es den Menschen, die ich getroffen habe, nicht geholfen.

Im Gegenteil sogar. Einige waren so frustriert von ihrem "Fehlschlag", dass sie sich schlechter gefühlt haben als vorher.

Aber wie kommt es dazu?

Ich erkläre mir das so: wenn ich beispielsweise den Satz „Ich bin erfolgreich" nehme und mir diesen Satz jeden Tag sage, jedoch keine Veränderung eintritt, dann steht dem wahrscheinlich ein negativer Glaubenssatz entgegen. Negative Glaubenssätze lassen sich meistens nicht so leicht umprogrammieren, da sie tief in uns verankert sind. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie diese Glaubenssätze entstanden sind. Oft findet eine Prägung bereits in der Kindheit statt.


Bleiben wir bei dem Beispiel mit dem Erfolg. Ein möglicher Glaubenssatz, der dem ganzen im Wege steht, könnte folgendermaßen lauten: „Ich darf nicht erfolgreich sein." oder „Ich habe es nicht verdient erfolgreich zu sein."

Diese Muster sind uns oftmals nicht bewusst. Wir sehen im Außen dann zum Beispiel, dass der Kollege/in die Beförderung erhält und man selbst wieder übergangen wurde.


Versucht man nun, diese Situation mit dem Satz "Ich bin erfolgreich." zu verändern, wird das wahrscheinlich keine große Wirkung haben, da der Glauben an den Nicht-Erfolg, aus welchen Gründen auch immer, größer ist.


Hinzukommt ein weiterer "Fehlschlag" und unbewusst wird der innere beschränkende Glaubenssatz genährt.

Wenn man dann noch von Außen gesagt bekommt, dass man sich nur anstrengen muss, dann wächst langsam die Verzweiflung in einem heran.


Mein Fazit

Positive Affirmationen können funktionieren, wenn keine tiefliegenden Glaubenssätze in einem verankert sind, die dem entgegenstehen.

Stellt man fest, dass es nicht funktioniert, sollte man versuchen sich nicht dafür die Schuld zu geben. Denn das Gute ist, dass man dadurch einen Hinweis bekommen hat, wo es einen Glaubenssatz geben könnte, der einen wirklich einschränkt und diese Erkenntnis ist der erste Schritt zu Heilung.



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